Freitag, 2. April 2010

Filmförderung für GOLDRAUSCH!


Die Filmförderung Schleswig-Holstein Hamburg und die europäische Filmförderung MEDIA finanziert die Entwicklung meines Kinodokumentarfilm-Projekts „GOLDRAUSCH!“ (so der Arbeitstitel).


Den Film wird Thomas Kufus und die Zero One Film GmbH produzieren. Zero One hat u.a. „Black Box BRD“, „Weiße Raben“, „Die Kinder sind tot“ und „24h Berlin“ möglich gemacht.


Mit der Dokumentation erzähle ich die umstrittene und bewegte Geschichte der Treuhandanstalt. Die Anstalt war einst die größte Holding der Welt, verantwortlich für die Privatisierung der ehemaligen DDR-Unternehmen. Viele ehemalige Bürger der DDR halten die Treuhand noch heute für den „Totengräber“ Ostdeutschlands.


Passend dazu dieser Text aus der „Hamburger Morgenpost“ (aus dem Januar 2009):

Fast 20 Jahre nach dem Fall der Mauer schieben die Ossis Frust: Sie sind enttäuscht von der Wiedervereinigung. Das ergab eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der "Berliner Zeitung". Trotz aller Aufbau-Ost-Milliarden sagen heute 46 Prozent der Ostdeutschen, dass sich ihre wirtschaftliche Lage gegenüber 1989 verschlechtert hat - sozial fühlen sich sogar 72 Prozent schlechter gestellt.

"Die Ostdeutschen sind überzeugt, sie seien nur ausgenutzt und über den Tisch gezogen worden", analysiert Forsa-Chef Manfred Güller die niederschmetternden Ergebnisse. Die Euphorie nach dem Mauerfall sei weitgehend verflogen. Zwar erkennen die Ostdeutschen an, dass viel Geld in den Aufbau geflossen ist. Doch nach ihrer Überzeugung wurde das Geld von Westlern abgegriffen, die im Osten Geschäfte machen. Weitere Faktoren, die die Stimmung vermiest haben: sinkende Realeinkommen, gestiegene Preise und die aktuell drohende Rezession.

In der Summe führte dies dazu, dass der Frust im Osten steigt. Besonders besorgniserregend: 63 Prozent der Ostdeutschen glauben, dass es nicht gerecht zugeht (Westen: 59), bei den Anhängern der Linken sind es sogar 81 Prozent. 67 Prozent sind unzufrieden mit dem politischen System (Westen: 53). 70 Prozent glauben, dass die Korruption sich massiv verstärkt hat.

Für Güllner sind das "Alarmzeichen für eine grummelnde Unzufriedenheit" und eine große Entfremdung zu den politischen Akteuren. "Es entsteht ein Vertrauensvakuum, in das Radikale hineinstoßen können." Das sehe man auch an den hohen Wahlenthaltungen und an Wahlergebnissen wie dem Hamburger Erfolg von Ronald Schill, der 2001 aus dem Stand auf 20 Prozent der Stimmen kam.

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